Geschichte
Jan & Griet
Das Reiterkorps
Unsere Gäste

Die Geschichte von Jan und Griet hat ihren Ursprung zur Zeit des dreißigjährigen Krieges genommen und wird seit vielen Jahren immer zu Weiberfastnacht in Köln noch einmal nachgespielt.

Hoch über der Menge auf dem Alter Markt steht das Denkmal des Jan von Werth, eine Figur, die aus dem Kölner Karneval sowenig weg zu denken ist, wie die Weiberfastnacht in der Altstadt. Ihm, dem Reitergeneral aus dem Dreißigjährigen Krieg, ist an diesem Donnerstag ein besonderes Spiel und der erste Straßenumzug der Karnevals-Session gewidmet.

Es war einmal…

ein junger Landadeliger aus der Kölner Umgebung. Der Überlieferung zufolge nahm Jan von Werth am Dreißigjährigen Krieg von Anfang bis Ende teil. Besondere Verdienste um die kaisertreue Reichsstadt Köln erwarb er sich, als er die für den Kölner Rheinadel lebenswichtige Felsenfestung Ehrenbreitstein (damals noch Hermanstein) bei Koblenz in einem tollkühnen Handstreich von den Franzosen befreite. Dankbar bereitete Köln ihm einen großen Empfang, und der Rat verlieh dem Helden eine Goldkette im Wert von 400 Gulden.

Und was hatte es mit „Griet“ auf sich…

Die Legende sagt, dass Jan ein armer Bauernknecht auf dem Kümpchenshof vor den Toren der Stadt war. In heißer Liebe entbrannte er zu Griet, einer hübschen Magd, die jedoch von dem armen Burschen nichts wissen wollte. Grollend zog daraufhin Jan als Reiterknecht in die Schlachten des Krieges. Als General kehrte er hoch geehrt nach Jahrzehnten an der Spitze seiner Reiter zurück in die Stadt. Griet, die keinen besseren gefunden hatte und an der die Zeit nicht spurlos vorübergegangen ist, sitzt als Marktfrau am Stadttor.

Der General beugt sich zu ihr herab und spricht den bedeutungsvollen Satz: „Griet, wer et hätt gedonn!“ (Griet, wer es damals getan hätte), und sie antwortet: „Jan, wer et hätt gewoß…! (Jan, wer es damals gewusst hätte…!).

Jan von Werth ist die Jahrhunderte hindurch der beliebteste Volksheld geblieben, und diese Legende hat sich bald nach seiner ruhmreichen Tat seiner Person bemächtigt, die heute noch jedes Kind in Köln kennt.
 
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